„Wahnmoching im bildlichen Sinne
geht weit über den Rahmen eines Stadtteils hinaus.
Wahnmoching ist eine geistige Bewegung,
ein Protest, ein neuer Kult oder vielmehr der Versuch,
aus uralten Kulten wieder neue religiöse Möglichkeiten zu gewinnen
- Wahnmoching ist noch vieles, vieles andere,
und das werden Sie erst allmählich begreifen lernen …“
(Franziska Gräfin zu Reventlow über Schwabing)

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Der Blick aus unserem Studio geht direkt in den Himmel über den Dächern Schwabings und wir atmen förmlich diesen Geist, der die Künstler zu Beginn des vorigen Jahrhunderts zu ihren kreativen freiheitlichen Ideen beflügelt hat.

Hier wollen wir unsere Herzenslust spüren und weiter entwickeln,
eine Lust, die aus dem Herzen kommt und die wir mit unserem Atem
direkt in jede Zelle unseres Körpers und unseres Geistes führen können.

Wir nehmen dabei den Berührungssinn in den Fokus unserer Wahrnehmung. Sinnliche Wahrnehmung ist die Grundlage der meisten Meditationsformen. Wir benutzen den Sehsinn, wenn wir eine weiße Wand, eine Kerzenflamme oder ein Mandala betrachten. Wir lauschen den Klängen eines Instruments oder intonieren ein Mantra. Wir laben uns am Geschmack köstlicher Speisen oder saugen ganz selbstverständlich den Duft von Räucherstäbchen oder Orchideenblüten in uns ein, um unseren Geist zur Ruhe zu bringen und ins Gewahrsein zu führen. Berührungen zuzulassen und wahrzunehmen hingegen ist in unserer Gesellschaft oft tabuisiert oder an viele Bedingungen geknüpft, die wir bei diesem Angebot bewusst loslassen möchten. Der Berührungssinn ist unser ältester und wichtigster Sinn. Wir können unser Leben mit Blindheit oder Taubheit einrichten, wenn wir jedoch als Säuglinge nicht berührt werden, sterben wir und jeder Mangel in diesem Bereich führt zu schweren psychischen Störungen.

In der HerzensLust schenken wir unserem Partner, unserer Partnerin, ganz sanfte, achtsame Berührungen, die ihr oder ihm ermöglichen einen weiten inneren Raum zu betreten, den die Buddhisten Gewahrsein nennen, und darin zu verweilen. Als Passive nehmen wir einfach nur wahr, was wir in uns finden, seien es erotische Empfindungen, sei es Entspannung, Aufregung oder Langeweile, seien es Gedanken, Gedankenlücken oder meditative Leere. Ähnlich wie im Wasser versuchen wir dabei sowohl in der aktiven wie in der passiven Rolle völlig absichtslos zu bleiben und belassen alle auftauchende Gefühle und Wünsche in der reinen Wahrnehmung, ohne sie auszuagieren. In der gemeinsamen Essenspause, zu der jeder etwas mitbringt, ist Zeit zum verbalen Austausch in der Gruppe.

Unser Dachstudio, dessen private Adresse wir euch erst bei Anmeldung mitteilen, bietet Platz für maximal fünf Paare. Singles können sich für den Abend als Paar verabreden oder auch nach telefonischem Vorgespräch verabreden lassen, wenn sie die entsprechende Offenheit und Achtsamkeit mitbringen und über das Maß an Nähe vorher verständigen.

Schwabinger HerzensLust mit Dario und Angelika könnt ihr spüren jeden 1. und 3. Samstag im Monat 19.30 bis 23.30 Uhr
anmeldung@oasis-muenchen.de oder Tel. 089-66063604

Kostenbeitrag 25 Euro pro Person oder 10er-Karte